Mein Weg
Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof in der Pfalz, gemeinsam mit fünf Geschwistern. Mein Weg war nicht vorgezeichnet. Nach der Volksschule begann ich eine Ausbildung bei der Deutschen Bundesbahn. Später holte ich auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach und studierte.
Mein berufliches Leben führte mich in die Schule und später in die Bildungsverwaltung. Ich war Lehrer, Gesamtschulrektor und Schulrat. Einige Jahre engagierte ich mich außerdem in der Politik.
Doch das Leben besteht nicht nur aus Beruf und Ämtern. Geprägt haben mich ebenso meine Familie, mein Glaube, Freundschaften und Begegnungen mit Menschen – und seit vielen Jahrzehnten die Literatur.
Bücher waren für mich nie nur Unterhaltung. Sie haben mir andere Welten geöffnet, mich zum Widerspruch herausgefordert und mir manchmal geholfen, das eigene Leben besser zu verstehen.
Vielleicht ist daraus irgendwann der Wunsch entstanden, selbst etwas weiterzugeben.
Über mich
Ich bin Raimund Bayer.
Bücher begleiten mich seit vielen Jahrzehnten. Manche habe ich vergessen. Andere haben etwas in mir hinterlassen – einen Gedanken, eine Frage, manchmal nur einen einzigen Satz.
Je älter ich werde, desto mehr interessiert mich nicht nur, was Menschen gedacht und geschrieben haben, sondern was davon für unser eigenes Leben bleibt.
Aus diesen Gedanken ist Worte, die bleiben entstanden.“
Ich möchte mit diesem Buch keine fertigen Antworten geben. Ich möchte dazu einladen, große Gedanken noch einmal neu zu betrachten – und dabei vielleicht auch über das eigene Leben nachzudenken.
Denn am Ende unseres Lebens zählt nicht nur, was wir gewusst haben. Es zählt auch, was wir weitergeben.
Was bleibt
Je älter ich werde, desto mehr beschäftigt mich die Frage, was von einem Leben bleibt.
Vielleicht sind es weniger die großen Erfolge, an die wir uns erinnern, als die Menschen, denen wir begegnet sind, die Liebe, die wir erfahren und weitergegeben haben, und einige Gedanken, die uns auf unserem Weg begleitet haben.
Dieses Buch ist mein Versuch, solche Gedanken weiterzugeben.
Vielleicht bleibt am Ende genau das: etwas, das in einem anderen Menschen weiterlebt.